Lernen

Allein zum Thema Lernen stehen uns heute vielfältigste Forschungsergebnisse zur Verfügung, die in vielen Lernprogrammen, jedoch weiniger in unseren Schulen, Einzug gehalten haben. Doch was ist Lernen? Wie kann man effektiver und schneller lernen? Welche Lernmethoden und Techniken gibt es, um das Wissen abrufbereit in unserem Wissensnetz zu verankern? Auf diese und viele andere Fragen wirst du hier Antworten finden.

Wie lernen Kinder?

In diesem Vortrag stellt Manfred Spitzer uns die neuesten Erkenntnisse aus der Neurowissenschaft vor, um die Frage zu beantworten, wie Kinder lernen.

Wer Lust hat, dieses Thema zu vertiefen, kann sich noch diesen unterhaltsamen Vortrag von Manfred Spitzer anhören.

Das Lernen lernen

Vera F. Birkenbihl beschreibt in diesen beiden Beiträgen "Wie funktioniert dein Kopf?" und "Gehirngerecht Lernen" die Grundlagen dafür, was ein Mensch über die Prozesse des Lernens wissen sollte und welche Strategien Voraussetzung für das Lernen sind.

Wie funktioniert Dein Kopf?

Gehirn-gerecht Lernen

Lerntechniken

Spaß und Interesse sind sehr wichtige Voraussetzungen für das Lernen. Und es gibt viele Techniken, sowohl alte als auch neuere, die genau das garantieren. Wenn wir unsere Phantasie beim Lernen einsetzen, kann sich unser Gehirn eine Unmenge an Informationen merken. Natürlich gehört auch ein wenig Training dazu, aber auch bei absoluten "Neulingen" ist eine Verbesserung von 100 Prozent der Merkleistung nichts ungewöhnliches.

Ich will dir hier nur eine kleine Auswahl an Lerntechniken vorstellen, denn es gibt eine Fülle von Büchern und anderen Medien, in denen du darüber mehr erfahren kannst. Eine der Voraussetzungen für alle Gedächtnistechniken ist die Fähigkeit, Assoziationen, also neue Verknüpfungen in unserem Wissensnetz zu schaffen. Je ungewöhnlicher und je lustiger die Assoziationen sind, umso sicherer können wir uns die Information merken, auf die sich die Verknüpfung bezieht.

Das Zahl-Form-System

Ich habe diese Lerntechnik in dem Buch von Roland Geisselhardt: "Das perfekte Gedächtnis" entdeckt, das Buch "Gedächtnistraining" dürfte der älteren Ausgabe inhaltlich entsprechen. Beim Zahl-Form-System geht es darum, den Zahlen eine ihnen entsprechende Bildform zu geben, die sich unser Gedächtnis besser merken kann.

Wenn ich mir z.B. die Hausnummer 61 merken will, muss ich mir das nicht aufschreiben, sondern ich sehe, wie ein kleiner Elefant die Kerze auf seiner Geburtstagstorte auspusten will und dabei alle Elefantentanten mit Sahne bespritzt - töröööh - und schwupps, ist das Bild in meinem Gedächtnis verankert und bleibt ganz sicher dort. Diese Methode eignet sich auch hervorragend für Einkaufszettel, Pnnummern oder Informationen, die ich mir in bestimmter Reihenfolge merken muss.

Die Loci-Methode

Quelle:ratgeberalltag.de
Quelle:ratgeberalltag.de

Eine der ältesten Merktechniken ist die Loci(=Ort)-Methode. Schon die alten Griechen schufen sich im Geist ganze Palast-Anlagen, um darin gedanklich spazieren zu gehen und zu lernende Inhalte darin abzuspeichern. Heute wird diese Methode von vielen Menschen genutzt, um sicher Fakten und Informationen zu erinnern. Die bekanntesten Arten der Loci-Methode sind die Körperroute, die Routentechnik und die Raumliste. Hier zwei Videos, in denen Markus Hofman die die Körperroute und die Raumliste sehr gut erklärt.

Das Major-System

Diese Technik sieht zunächst etwas abstrakt aus, doch sie ist äußerst genial. Allerdings muss man sich mit ihr beschäftigen und zunächst das Grundsystem lernen. Sie wird von vielen Gedächtniskünstlern eingesetzt und wurde Mitte des 17. Jahrhunderts von Stanislaus Mink von Wennsheim entwickelt. Die Grundlage ist, dass jeder Ziffer ein Konsonant zugeordnet wird und man durch das Einsetzen von Vokalen beliebige Wörter (auch aus unterschiedlichen Sprachen) bilden kann. Die Konsonanten orientieren sich an der Aussprache, nicht an der Schreibweise. Die Ziffer 0 kann durch verschiedene Wörter ausgedrückt werden, z.B. See, Eis, Ass oder Zeh.

Mit dem Major System kann man riesige Informationsmengen, oder Begriffe, Telefonnummern oder Jahreszahlen spielend leicht im Gedächtnis speichern. Das Grundsystem kann beliebig erweitert werden. Wenn man z.B. die Wörter für die ersten 20 oder 100 Ziffern gelernt hat, kann man es wie eine Raumliste einsetzen. Man kann sogar durch Farb- oder Größenvariation das System bestimmten Wissensgebieten zuordnen. Wer sich wirklich damit beschäftigen will, der sollte sich dazu eines der zahlreichen Bücher bestellen, die dazu geschrieben worden sind. Mein Favorit ist Tony Buzan, von dem ich auch das Mind-Mapping gelernt habe.

 

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Das Master Key System - der Schlüssel zum Glück
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