Kapitel 1 - Eine Einführung in das Master Key System

Du willst nicht länger dein Leben so führen wie bisher? Du ahnst oder weißt schon, dass es eine tiefere Wahrheit geben muss, die sich hinter unserer geschäftigen Welt verbirgt? Du bist bereit in den Spiegel zu schauen, um das Mysterium unserer Existenz zu durchschauen? Nun gut, dann bist du bereit dafür, dich auf deinem Weg führen zu lassen durch das Studium des Master Key Systems und die Erkenntnisse zu erhalten, die es für dich bereithält.

Sei willkommen, tritt ein. Komm herein und sieh dich um. Du findest hier das vollständige erste Kapitel meiner Kommentierten Studienausgabe zum Master Key System. Zum Download als PDF bitte hier klicken. Da es für mich keine Zufälle gibt, weiß ich, dass du aus gutem Grund auf dieser Seite gelandet bist. Enjoy your live.

Copyright Claudia C. Knauer

Alle Kommentare zum Master Key System einschließlich der Übersetzung des Master Key Systems aus dem Englischen bilden mein geistiges Eigentum, das ich gern mit euch teile. Verwendet es bitte nur für private Zwecke. Für alle Formen der Veröffentlichung und Verbreitung wendet euch bitte an mich (Kontakt).

DEIN SCHLÜSSEL ZUM GLÜCK

 

Kommentierte Studienserie von Claudia C. Knauer

zum Master Key System von Charles F. Haanel

 

Kapitel 1

Wenn du das Master Key System kennst und du weißt, was dich erwartet, wirst du gleich in den eigentlichen Inhalt einsteigen wollen. Daher wünsche ich dir viel Freude auf dem Weg, den du gleich beginnen wirst. Überspring die nächsten Abschnitte und beginn mit dem ersten Kapitel.

Wenn dir dieser Kurs durch Zufall begegnet ist, dann wäge ab, ob du bereit bist, in den nächsten 24 Wochen dein Leben in solchem Maße zu verändern, wie es deinen schönsten und kühnsten Träumen entspricht. Wenn dein Leben dergestalt verläuft, dass du mit allem zufrieden bist, wenn du restlos glücklich und erfüllt durch dein Leben gehst, wenn du all deine tiefsten Wünsche erfüllen kannst, so brauchst du diesen Kurs nicht, denn du hast auf deine Weise die Weisheit entdeckt, die zu einem solchen Leben führt.


Doch wenn es dir eher so geht wie mir, die ich schon lange nach Antworten auf die Frage gesucht habe, wie ich solch ein erfülltes Leben erreichen kann, dann bist du hier richtig. Doch wisse, dass du in diesem Kurs nicht nur Antworten findest. Dieser Lehrgang wird dich auf deinem Weg zu dir selbst begleiten. Um alle „schlechten“ Angewohnheiten aus deinem Leben zu löschen und neue Gewohnheiten zu schaffen, die dein Leben ab jetzt bestimmen sollen, ist es notwendig und wichtig, sich jedem der 24 Schritte (oder Stufen), aus dem dieser Weg besteht, intensiv zu widmen. Wenn du also bereit bist, dich in den nächsten 24 Wochen kontinuierlich dem Studium dieses Materials zu widmen, dann erst beginne mit dem Durcharbeiten dieses Materials.


Charles Haanel konzipierte das Master Key System als 24-teiligen Studienbrief, den er seinen Studenten wöchentlich zuschickte. Erst später ist dieses Material in Buchform zusammengefasst worden. Es ist wichtig, dies zu wissen, denn es handelt sich hierdurch nicht um ein Buch im herkömmlichen Sinne, das man einmal von vorn nach hinten oder umgekehrt oder häppchenweise oder wie auch immer liest, sondern es ist ein 24-teiliger Lehrgang. Natürlich stört es nicht, wenn du zwischendurch in den Urlaub fährst oder andere alltägliche Projekte erledigst. Wenn du pro Tag insgesamt eine Stunde reservierst, um dich mit den Inhalten und Übungen zu beschäftigen, so genügt das vollauf. Auch wenn du für den einen oder anderen Schritt länger brauchst, um ihn zu meistern, so ist das nicht weiter von Belang. Denn schließlich hat jeder sein eigenes Tempo. Bei mir ist es so, dass ich zwei kleine Kinder habe, die bis zum frühen Abend meine Aufmerksamkeit beanspruchen. Also habe ich mir die Zeit zwischen 21 und 23 Uhr reserviert, um mich in diesem Zeitfenster aktiv mit diesem Material zu beschäftigen. Und wenn du nur erst beginnst, so wirst du schon nach wenigen Tagen feststellen, wie sich dein Leben unmerklich zum Besseren wendet und von Tag zu Tag mehr an Glanz und Freude gewinnt. Es gibt also nichts zu verlieren als einige deiner bisherigen Gewohnheiten. Das Master Key System zeigt dir den Schlüssel zu den Türen all der Möglichkeiten, die in dir schlummern und darauf warten, zum Leben erweckt zu werden.


Wie du vielleicht weißt, gibt es bereits Übersetzungen ins Deutsche in Buch-, E-Book- und Hörbuch-Form. Für mich war es hilfreich, zusätzliches Material in Anspruch zu nehmen. Gewünscht habe ich mir eine persönliche Kommentierung der einzelnen Punkte, über die Charles Haanel in den Kapiteln selbst spricht, so dass ich mir über die einzelnen Aussagen vertiefende Gedanken machen kann. Mir hat das Universum diesen Wunsch erfüllt. Mein Mann ist mit mir den Weg des Master Key Systems gemeinsam gegangen. Da ich jedoch weiß, dass nicht jeder über einen gleichgesinnten Partner oder Freund verfügt, habe ich einigen Passagen meiner Gedanken und wesentliche Themen unserer Gespräche als Gedankenanreiz hinzugefügt. So kann ich all denjenigen einen Dienst erweisen, die sich auf dem Weg, das Master Key System zu verinnerlichen, eine solche Unterstützung wünschen.


Und nun, viel Freude auf deinem Weg.


 

Kapitel 1: Eine Einführung in das Master Key System

Schon während ich mich mit dem ersten Kapitel beschäftigt habe, rätselte ich an manchen Stellen der Übersetzung, was sie denn wohl bedeuten mögen. Jede Übersetzung hat einen Vorteil: man muss die Sprache, in der der ursprüngliche Text verfasst ist, nicht unbedingt verstehen. Doch jede Übersetzung birgt auch einen Nachteil. Nicht jede Bedeutung von Wörtern oder sprachlichen Bildern lässt sich hundertprozentig in die Zielsprache übersetzen. Durch die Wahl einer möglichen Übersetzung schließt der Übersetzer gleichzeitig alle anderen möglichen Bedeutungen aus. Und so erschließt sich dem Leser der Übersetzung vielleicht nicht immer direkt die Bedeutung, die in der Ursprungssprache schon schwierig zu verstehen war.


Aus diesem Grund habe ich mir bereits beim Studium des ersten Kapitels den ursprünglichen Text von Charles Haanel genommen und eine eigene Übersetzung angefertigt. Das war natürlich eine echte Herausforderung für mich, doch ich habe sie gemeistert und bin reichlich an Erkenntnissen belohnt worden. Ich werde dir hier nicht noch eine Übersetzung anbieten, aber ich werde Teile meiner Übersetzung für dich zusammenfassen und andere Teile wortwörtlich geben, wenn es dem Verständnis des Inhalts dienlich ist. Bei der Übersetzung des Textes habe ich absichtlich die du-Form gewählt, weil diese vertrauliche Ansprache eine persönlichere Beziehung zu den Inhalten und Anwendungen erlaubt.


Es gibt von mir übrigens keine vollständige Übersetzung des gesamten Werkes von Charles Haanel. Jedes Kapitel beinhaltet neben der Einleitung und dem Hauptteil noch einen Studienteil, der aus Fragen und Antworten zu den wichtigsten Kernaussagen des jeweiligen Kapitels besteht. Diesen Studienteil habe ich nicht übersetzt, da diese verschulte Form der Wissensabfrage meist nur dann wirklich effektiv ist, wenn man sich selbst ein Wissensquiz zusammenstellt.

Meine Übersetzung der Einleitungen und der Hauptteile der Kapitel kannst du kostenfrei unter www.esadea.de finden. Eine vollständige englische Version des „Master Key Systems“ von Charles Haanel, mit der ich gearbeitet habe, gibt es gratis bei http://www.psitek.net.

 

In den Einrahmungen findest du jeweils die Übersetzung des Textes von Charles Haanel bzw. die Übersetzung. Auch die Nummerierung stammt von ihm und ist meines Erachtens hilfreich, um sich innerhalb des Kapitels zu orientieren. Die textgetreuen Zitate sind wie gewohnt mit Anführungszeichen gekennzeichnet. Du kannst, wenn du möchtest, also zunächst den Text von Charles Haanel lesen und dich danach dem eingehenderen Studium mithilfe meiner Kommentare widmen.


Die Anleitung für die Übungen, die Charles Haanel vorschlägt, stehen jeweils am Ende des Kapitels. Sie sind ein notwendiger Bestandteil des Master Key Systems und sollten nicht übersprungen werden, da sie die Basis für das Erlernen und Umsetzen des Master Key Systems in dein Leben darstellen. Der Zeitraum, indem du die einzelnen Übungen meisterst, ist zwar mit einer Woche angegeben, doch jeder hat sein eigenes Tempo. Ich habe für manche Übung wesentlich länger gebraucht. Wichtig wäre, dass du die Übungen an mindestens drei bis vier Tagen praktizierst. Für manche Übungen wirst du vielleicht mehr Zeit benötigen, um sie zu meistern, das ist völlig in Ordnung. Es ist dein Weg. Und wenn du für einen Schritt vielleicht zwei Wochen brauchst oder auch mehr, so ist das auch okay. Manchmal ist es hilfreich, einen Schritt vorwärts zu gehen, auch wenn du nicht das Gefühl hast, das Wissen bereits integriert zu haben. Spätestens beim nächsten Schritt bemerkst du, ob du nochmal einen Gang zurückschalten und die vorherige Übung wiederholen und optimieren solltest, bis du bereit bist, die nächste Übung auszuführen. Lass dich also nicht hetzen, aber hab auch den Mut, weiter zu gehen. Da jede Übung auf der vorherigen aufbaut, wirst du schnell ein Gefühl dafür entwickeln, wann es Zeit wird, mit dem nächsten Kapitel anzufangen.


Jedes der 24 Kapitel von Charles Haanel beginnt mit der Überschrift: „Letter Of Transmittal“, was schlicht mit Übermittlung übersetzt werden kann. „Transmittere“ ist lateinisch und wird mit „übersenden“ übersetzt. Das Wort „Transmission“ enthält jedoch noch eine tiefere Bedeutung, es handelt sich um einen Wissenstransfer in die gesellschaftliche Praxis. „Transmitter“ schließt noch eine medizinische Bedeutung ein: Es ist ein Stoff bzw. eine Substanz, die im Köper weitergegeben wird, Neurotransmitter dienen dem Nervensystem zur Weiterleitung (Übertragung) von Informationen (Erregungen).  Da Charles Haanel in einer äußerst prägnanten und dichten Form schreibt, ist dies sicher von Bedeutung.



Woche 1, Einleitung

„Es ist mir eine Ehre, dir hiermit den ersten Teil des Master Key Systems zu eröffnen. Möchtest du mehr Macht in dein Leben bringen? Dann erreiche das Machtbewusstsein. Mehr Gesundheit? Dann erreiche das Gesundheitsbewusstsein. Mehr Glück? Dann erreiche das Glücksbewusstsein. Lebe den Geist dieser Dinge, bis sie dir gehören. Es wird dann unmöglich sein, sie von dir fernzuhalten. Die Dinge der Welt fließen zu einer Macht im Menschen, durch welche er die Dinge beherrscht.

Du brauchst diese Macht nicht zu erwerben. Du hast sie schon. Doch du willst sie verstehen, du willst sie benutzen, du willst sie kontrollieren, du willst dich mit ihr verbinden, so dass du hervortrittst und die Welt in deinen Händen trägst.

Tag für Tag, während du weiter und weiter voranschreitest, während du an Schwung gewinnst und sich deine Eingebung vertieft, während sich deine Pläne herauskristallisieren und dein Verständnis zunimmt, wirst du erkennen, dass diese Welt keine leblose Anhäufung von Steinen oder Holz ist, denn sie ist lebendig! Sie besteht aus den schlagenden Herzen der Menschheit. Sie ist ein Geschöpf des Lebens und der Schönheit.

Es ist offensichtlich, dass es Verständnis erfordert, sich mit einem Material dieser Art zu beschäftigen. Diejenigen jedoch, die dieses Verständnis erlangen, werden von einem neuen Licht inspiriert, einer neuen Stärke. Sie gewinnen jeden Tag an Vertrauen und stärkerer Antriebskraft, sie verwirklichen ihre Hoffnungen und ihre Träume werden wahr, das Leben bekommt eine tiefere, umfassendere, klarere Bedeutung als je zuvor.“

Aus dieser Einleitung geht bereits hervor, welche Macht du gewinnen kannst, wenn du dich auf das Studium dieses Materials einlässt und die praktischen Übungen anwendest. Als ich das erste Mal diese Einführung las, meldeten sich direkt schon ein paar Gedanken, die mich daran erinnerten, dass ich doch schon viele Bücher gelesen hatte, die mir halfen, immer ein kleines, manchmal auch ein größeres Problem in meinem Leben zu meistern. Also war ich erst einmal neugierig, wie es möglich sein sollte, mithilfe dieses Lehrgangs dahin zu gelangen, dass ich endlich in der Lage sein würde, mein Leben wirklich zu beherrschen.

 

Vieles, was in dieser Einleitung erwähnt wird, wird erst in den folgenden Kapiteln genauer erklärt. Die Kapitel sind keine Aneinanderreihung verschiedener Fakten, sondern das Wissen baut aufeinander auf. Somit wird in den ersten Kapiteln das Fundament gelegt, das heißt, grundlegendes Wissen vermittelt, um wie auf einer Wendeltreppe oder Spirale den Turm der Erkenntnis zu erklimmen. Doch es wird keine Anstrengung, sondern lediglich deine Aufmerksamkeit und Konzentration erfordern, um die Spitze dieses Turmes zu erreichen, denn du wirst auf jeder Stufe verweilen, um das Wissen und die praktische Erfahrung zu verinnerlichen. Daher ist es nicht wichtig, was genau im 17. oder 23. Kapitel steht. Bereits hier, in der Einleitung zum ersten Kapitel findest du erklärt, welches Ziel zu erreichen ist, wenn du diesen Lehrgang meisterst.

 

Du findest jeweils in den Rahmen die Übersetzung des Textes von Charles Haanel. Du kannst auch erst einmal diesen Text lesen, bevor du dir die Kommentare und Ergänzungen durchliest. Ich gehe davon aus, dass du dich bewusst für diese Studien-Ausgabe entschieden hast. Nimm diese zusätzlichen Hinweise als Angebot, Vera F. Birkenbihl würde „Supermarkt“ dazu sagen. Nimm, was du gebrauchen kannst und setz es für dich ein. Den Rest lass einfach liegen. Jedes Buch, jeder Text, jedes Angebot ist nur so gut, wie du persönlichen Nutzen daraus ziehen kannst. Und jeder Autor ist auch nur ein Mensch, der seinen persönlichen Lebensweg gegangen ist, und nun der Meinung ist, dass jemand aus seinem Text einen Nutzen ziehen kann. Du kannst niemals denselben Weg gehen, den ein Mensch vor dir gegangen ist. Es wird, auch wenn du jeden seiner Schritte wiederholst, dennoch dein Fuß sein, der diesen Weg beschreitet. Dein Atem und Deine Gedanken werden dich begleiten. Daher wäge immer ab, was gut für dich selbst ist. Und denke daran, dass der Weg zu deinem Erfolg ein Weg zu dir selbst ist.

Und nun, Teil Eins.

TEIL EINS


1. „Dort, wo es viel gibt, wird immer noch mehr hinzukommen. Das ist absolut wahr und  gilt für jede Ebene der Existenz. Und dass Verlust zu noch mehr Verlust führt, ist in demselben Maße wahr.“

2. Unser Geist ist erfinderisch und sämtliche Ereignisse im Leben, unsere Lebensqualität und unsere Lebensumstände und sind das Ergebnis unserer vorherrschenden geistigen Einstellung.


Wir haben uns viele Gedanken zu diesen ersten beiden Punkten gemacht, denn die Bedeutung, die sich daraus ergibt, ist immens. Das „Viel“ bezieht sich hier nicht nur auf eine mathematische Größe, sondern auch auf den Faktor Zeit. Das heißt, was auch immer vorhanden ist, wird im Laufe der Zeit immer wieder, immer weiter, immer aufs Neue zur Verfügung gestellt. Und umgekehrt, es kann nur das geben, wovon vorher etwas da war. Und wenn halt nichts da ist, muss es erst gedacht werden, bevor es Realität werden kann. Das also, was wir denken, gestaltet und erschafft unsere Realität. Und solange wir immer das Gleiche denken, werden wir in den immer gleichen Umständen leben, und zwar in den Zuständen, in denen wir uns im Moment befinden! Egal, ob wir zufrieden oder unzufrieden mit unserem Leben sind, es wird sich so um uns entfalten, wie wir es erwarten, sprich wie wir denken, dass es sich entfaltet.


Dass unser Erfolg von unserer inneren Einstellung, von unseren Gedanken abhängt, wissen wir längst. Alle Spitzenmanager, alle Spitzensportler, alle Menschen, die herausragende Leistungen vollbringen, wissen das längst. Und es gibt genügend phantastische Geschichten von Menschen, die das verstanden haben und ihre innere Einstellung darauf gerichtet haben, um genau diesen Erfolg in ihr Leben zu ziehen. Doch diese Wahrheit ist für dich genauso existent wie für jeden anderen Menschen auf unserem Planeten. Das, was unser Denken vorrangig beschäftigt, wird um uns herum sichtbar. Und je mehr und je öfter du bestimmte Gedanken denkst, umso mehr bekommst du von dem, woran du denkst.


3. Unsere geistige Einstellung wird immer von dem bestimmt, was wir denken. „Folglich hängt das Geheimnis aller Macht, allen Erfolgs und allen Reichtums davon ab, auf welche Art und Weise wir denken.

4. Das ist wahr, denn bevor wir etwas TUN können, müssen wir es vorher SEIN. Und wir können nur innerhalb der Grenzen etwas TUN, in denen wir SIND. Und was wir SIND hängt davon ab, was wir DENKEN.“

Solange wir an unseren Gedanken nichts ändern, wird alles so bleiben, wie wir denken, dass es bleibt. Herzlichen Glückwunsch, wenn du gedanklich zufrieden bist mit deinem Leben, denn alle Umstände in deinem Leben werden dich weiterhin zufrieden machen: Da wo Zufriedenheit ist, wird es noch mehr Zufriedenheit geben. Doch wenn es dir geht wie vielen anderen, die (vorzugsweise) unzufrieden mit dem sind, was sie haben, dann wird (vorzugsweise) noch mehr Unzufriedenheit hinzukommen - und es wird immer so weitergehen, solange, bis du anders denken gelernt hast, bis du dich gedanklich in einen anderen Zustand begibst - erst und nur dann, kann es auch etwas anderes geben.


Wenn alles in unserem Leben unmittelbar von unserer Denkweise abhängt, so müssen wir „nur“ unsere Denkweise, also unsere Gedanken ändern! Tja, wenn das so einfach wäre - aber glaub mir, Charles Haanel bietet dafür einen Weg, nämlich einen Weg über 24 Wochen, also fast sechs Monate. Und das ist schon reichlich Zeit, um Gedanken zu verändern, wenn man sich damit wirklich jeden Tag beschäftigt. Ich jedenfalls kann mir das gut vorstellen.


Doch gehen wir weiter. Im vierten Punkt schreibt Charles Haanel über das SEIN, das TUN und das DENKEN. Das SEIN bezieht sich hier auf das geistige Vorstellungsvermögen, auf das Hineinfühlen in einen Zustand, der bereits alle Wesensmerkmale der Realität besitzt. Betrachten wir das SEIN einmal bezogen auf ganz alltägliche Handlungen. Wenn ich meine Haustür öffnen möchte, so habe ich zuerst den Gedanken (DENKEN) daran, die Tür zu öffnen, ich BIN also zuerst in dem Zustand (SEIN), die Tür geöffnet zu haben (es ist in Gedanken bereits geschehen), und erst dann folgt das TUN, das Handeln - ich öffne die Tür.


Nehmen wir aber noch ein anderes, komplexeres Beispiel. Ich will ein Instrument erlernen und kaufe mir z.B. eine Gitarre. Es gibt viele Abstufungen des Könnens, also wie gut oder auf welche Weise ein Instrument gespielt werden kann. Das, was ich mir vorstelle zu können (SEIN), wird auch hier mein TUN bestimmen. Wenn ich mir nur die Übungszeit vorstelle, so wird es beim Üben bleiben (oder irgendwann ganz aufhören, denn „Üben“ ist für mich nicht unbedingt mit angenehmen Erinnerungen verbunden), und selbst wenn die Gitarre dann nicht in der hintersten Ecke der Wohnung verstaubt, wird mein Gitarrenspiel auf diesem Übungsniveau bleiben. Anders sieht es aus, wenn ich mir vorstelle, am Lagerfeuer mit Freunden zu sitzen und ein paar coole Songs singe, die ich auf der Gitarre begleite (SEIN), dann wird sich mein TUN dieser Vorstellung anpassen. Ich werde mir passende Lieder heraussuchen, die Akkorde üben und so lange trainieren, bis ich die Lieder singen und begleiten kann. Noch anders ist die Vorstellung, auf einer Bühne vor Publikum zu spielen, hier eröffnen sich wiederum mehrere Möglichkeiten, vom klassischen Gitarrenspiel über die Begleitung von Sängern bis hin zum Gitarrenspieler als Teil einer Band. Jedes Ergebnis wird so aussehen, wie ich es mir vorher vorgestellt habe, denn das was ich tue (TUN), um auf eine bestimmte Art das Gitarrenspiel zu erlernen, war vorher in meiner Vorstellung (SEIN), wo ich mir den Endzustand bereits vorgestellt habe.


Das gilt für alle Laienspieler bis hin zu den virtuosen Profimusikern. Und wenn jetzt jemand sagt: Aber meine Finger sind viel zu steif, um Profi-Gitarrenspieler zu werden, so sind das genau die Grenzen, von denen Charles Haanel spricht. Egal aus welchen Gründen diese Grenzen existieren - wenn eine Einschränkung vorhanden ist, so werden sich unsere Gedanken (SEIN) nur innerhalb dieser Grenzen bewegen und unser TUN bestimmen.


5. Wir können nur die Kräfte zum Ausdruck bringen, die wir besitzen. Um in den Besitz von Macht zu gelangen, müssen wir  das Bewusstsein für Macht erlangen. Wir können nur dann zu einem Machtbewusstsein gelangen, wenn wir erkennen, dass alle Macht aus uns selbst kommt.

6. „Es gibt eine Welt in uns selbst - eine Welt des Denkens und der Gefühle und der Macht, durchdrungen von Licht und Leben und Schönheit. Und obwohl diese Welt unsichtbar ist, sind ihre Kräfte äußerst mächtig.

7. Diese innere Welt wird vom Verstand regiert. Wenn wir diese Welt aufsuchen, so werden wir die Lösung für jedes Problem finden - und die Ursache für jede Wirkung. Und von dem Moment an, in dem wir die innere Welt lenken und kontrollieren können, unterliegen sämtliche Gesetze der Macht und des Reichtums unserer eigenen Kontrolle.“

8. Die Welt um uns herum ist immer nur ein Spiegelbild unserer inneren Welt. Was um uns herum in Erscheinung tritt, war vorher in uns. In der inneren Welt kann alles gefunden werden: unermessliche Weisheit, unbeschränkte Macht und unbegrenzte Möglichkeiten für all unsere Bedürfnisse. „All das wartet auf Entfaltung, Entwicklung und Ausdruck.“ Wenn wir all diese Möglichkeiten in der inneren Welt sehen lernen, so werden sie in der äußeren Welt Gestalt annehmen.

Dass die Welt um uns herum ein Spiegel für uns selbst ist, haben wir ja nun schon von vielen Seiten gehört, doch mir selbst ist es in der Klarheit noch nicht bewusst geworden: Ich erblicke in den äußeren Umständen also wirklich alles, was ich zuvor gedacht habe. Das Leben ist so etwas wie eine 3D-Kopie meiner Gedanken. Aus dieser Perspektive erscheint das gängige Weltbild einfach nur lächerlich, denn wie viel Sinn macht es, an der Kopie (den äußeren Umständen) etwas zu ändern, wenn ich an der Ursache (meinen Gedanken) nichts ändere?


Sehen wir uns ein Beispiel an, bei dem man dieses Gesetz von Ursache und Wirkung sehr gut sehen kann. Molli ist eine Frau, die sich immer wieder Partner aussucht, die nach einiger Zeit selbstsüchtig ihre eigenen Ziele verfolgen und nicht nur die finanzielle Situation, sondern auch die gesamte Partnerschaft damit ruinieren. Es folgt eine Zeit der Trennung und dann wieder ein anderer Partner. Ihr Lieblingssatz heißt: „Ich weiß, ich suche mir immer wieder die falschen Partner aus - vielleicht klappt es beim nächsten.“ Im Hinblick auf das Gesetz von Ursache und Wirkung, müsste Molli genau diesen Gedanken ändern, doch da sie dieses Gesetz nicht kennt (nicht jeder ist empfänglich für diese Wahrheit), wird sie auch in Zukunft „immer wieder“ die falschen Partner aussuchen, da sie genau diese Männer, die diese Voraussetzung erfüllen, in ihr Leben ziehen wird. Alle anderen sind für sie „unsichtbar“.  Wenn Molli erkennen würde, dass ein neuer Gedanke, ein neuer Glaubenssatz dafür sorgen könnte, endlich einen Partner kennenzulernen, der ihr auf Dauer gut tun würde, dann würde sie diese neue Möglichkeit auch in ihrem Leben manifestieren. Doch niemand kann die Gedanken eines anderen wirklich ändern, doch die eigenen Gedanken, die können wir sehr wohl ändern. Das heißt, dass nur du selbst die Macht hast, irgendetwas zu ändern. Und alles, was wir im Äußeren ändern wollen, müssen wir in uns selbst ändern.


9. Harmonie in unserer Innenwelt wird in der äußeren Welt durch harmonische Verhältnisse, eine angenehme Umgebung und alldem widergespiegelt, was wir als das Beste bezeichnen würden. Harmonie ist nicht nur das Fundament unserer Gesundheit, sondern auch die wesentliche Voraussetzung für alle Macht, allen Erfolg, alle Erfüllung und das Erreichen all unserer Ziele.

10. Harmonie in uns selbst herzustellen, beruht auf der grundlegenden Fähigkeit, unsere Gedanken zu kontrollieren, und damit für uns selbst zu entscheiden, inwieweit äußere Ereignisse auf uns einwirken.

11. „Harmonie in unserer inneren Welt bringt Optimismus und Wohlstand hervor. Wohlstand in uns bewirkt, dass sich der Wohlstand unmittelbar in der äußeren Welt entfaltet.“

Und genau dafür ist die erste Übung wichtig, die am Ende des ersten Kapitels vorgestellt wird. Bevor wir irgendeine Art von Kontrolle über unsere Gedanken erreichen können, müssen wir zunächst einmal lernen, unsere Wahrnehmung auf unsere Gedanken zu lenken, um zu erkennen, welche Gedanken überhaupt so durch unseren Geist schwirren. Zum Beispiel, wenn dich Gedanken plagen, wie du deine Schulden bezahlen sollst, so wird die Welt um dich herum ständig Situationen erschaffen, um dich an die nächsten Schulden denken zu lassen. Schulden werden dein Leben bestimmen. Wenn du es im Laufe der Zeit lernst, die Schuld(en) aus deinen Gedanken zu löschen, indem du deine Aufmerksamkeit von den Schulden fernhalten kannst, weil du dir ein anderes Ziel der Aufmerksamkeit suchst, so werden die Schulden nach und nach (oder vielleicht sogar auf einmal) aus deinem Umfeld verschwinden. Und genau das, woran du dann denkst, wird in dein Leben Einzug halten und darin wohnen, solange du es gedanklich dazu einlädst.


Oder denk doch mal an einen Menschen, den du nicht leiden kannst. Welche Eigenschaften lehnst du an diesem Menschen ab? Wenn die äußeren Umstände, also auch Menschen, ein Spiegel unserer inneren Welt sind, so wirst du in dir selbst die Antwort finden. Frag dich, warum du diese Eigenschaft(en) ablehnst und warum dir dieser arme Mensch nicht Leid tut, weil du (noch) nicht in der Lage bist, diese Ablehnung in dir zu heilen oder diesen Menschen so anzunehmen, wie er ist. Konzentriere deine Gedanken nicht auf den Punkt der Ablehnung, sondern finde einen anderen Punkt, auf den du deine ganze Aufmerksamkeit lenkst. Suche dir an dieser Person etwas aus, das du gern haben kannst, das du lieben kannst. Hat dieser Mensch irgendein körperliches Merkmal, das du schön findest (ein Ohr, die Haare, die Hände, seine Füße oder die Augen?) - oder such dir einen Wert heraus, den du bewundern kannst. Vielleicht ist er sehr pünktlich oder sehr ordentlich. Vielleicht ist es auch eine Vorliebe, die du teilst und für die du ihn lieben kannst. Eventuell mag er Hunde, fährt dein Traumauto oder er liebt Fußball so wie du? Was auch immer es ist, konzentriere dich ab jetzt auf diesen einen Punkt und begib dich in ein Gefühl der Liebe und Wertschätzung für diesen Menschen, indem du diesen einen Punkt so groß und so mächtig machst, dass andere (negative) Gedanken keinen Platz mehr haben. Mit dieser Technik haben manche schon echte Wunder erlebt.


12. Unsere äußere Welt spiegelt exakt die Verhältnisse und Zustände unseres Bewusstseins wider.

13. Wenn wir Zugang zu unserer inneren Weisheit finden, so werden wir all die phantastischen Möglichkeiten erkennen, die in uns schlummern und darauf warten, dass wir die Macht ergreifen, um all das Gestalt annehmen zu lassen in der Welt um uns herum.

14. „Sobald wir uns der Weisheit in unserer Innenwelt bewusst werden, machen wir sie uns geistig zu eigen. Und wenn wir diese Weisheit geistig in Besitz nehmen, so werden wir die Macht und Weisheit tatsächlich besitzen, um die wesentlichen Voraussetzungen zu verwirklichen, die für unsere vollkommene und harmonische Entwicklung unbedingt erforderlich sind.“

15. Alle mächtigen Männer und Frauen dieser Welt haben in dieser inneren Welt ihren Mut, ihre Hoffnung, ihre Begeisterung, ihre Zuversicht, ihr Vertrauen und ihren Glauben gefunden. Durch den Zugang zu ihrer inneren Welt konnten sie  ihre außergewöhnlichen Begabung entwickeln. Sie konnten Visionen erstellen und erhielten sämtliche Fähigkeiten, um ihre Visionen Wirklichkeit werden zu lassen.

Betrachten wir dies noch einmal am Beispiel des Gitarrenspiels: Wenn ich denke, dass meine Finger zu steif für das Gitarrenspiel sind, so werden sie dies bleiben. Wenn es mir gelingt, dieses Bild aus meinen Gedanken zu löschen und es durch ein neues zu ersetzen, z.B. sehe ich mich auf einer Bühne vor hundert Menschen sitzen und meine Finger laufen im Mäusegalopp über das Griffbrett, die erklingende Musik ist wundervoll und die Menschen lauschen ergeben den Klängen, die ich mit meinen Fingern der Gitarre zu entlocken weiß, so wird das Leben Wege und Möglichkeiten eröffnen, die genau diese Situation herbeiführen werden. Sei es, dass sich durch eine neue Therapieform die Steifheit aus meinen Gelenken verabschiedet - oder ich lerne beim nächsten Gitarren-Workshop jemanden kennen, der mir eine ungewöhnliche Trainingsform zeigt, mit der ich es schaffe, dass meine Fingergelenke wieder flink und beweglich werden, und und und… Über die Art und Weise, wie du das schaffst und was du dafür tun musst, um das Gewünschte (Vorgestellte) zu erreichen, brauchst du dir gar keine Gedanken zu machen. Die Ideen und Möglichkeiten werden dir nämlich ganz automatisch begegnen, wenn du dich auf dein Ziel, wie du SEIN willst (Mensch mit beweglichen, flinken, Gitarre spielenden Fingern) konzentrierst. Diese Methode der Zielvorstellung wird in den folgenden Kapiteln noch sehr genau beschrieben.

 

Wir wissen bereits, dass die innere Welt kontrolliert und gelenkt werden kann, denn es gibt Menschen, die diesen Weg bereits gegangen sind. Und dass du auch zu diesen Menschen gehören kannst, weißt du schon, sonst würdest du dies hier nicht lesen. Die Welt da draußen wartet auf dich. Sie wartet darauf, dass du deine dir gegebenen Talente und Fähigkeiten einsetzt. Auch du gehörst zu den mächtigen Männern und Frauen, sonst wärst du nicht gerade im Begriff, diesen Weg zu gehen.


16. Der Wert des Lebens wird nicht an materiellen oder finanziellen Werten gemessen. Das Leben entfaltet sich und das, was in der äußeren Welt auf uns zukommt ist, ist das, was wir bereits in uns tragen.

17. „Alle Besitztümer basieren auf Bewusstsein. Jeder Gewinn ist das Ergebnis eines wachsenden Bewusstseins. Jeder Verlust ist die Folge eines zerstreuten Bewusstseins.“

Nun, da sind wir bei einem Thema, das so viele Menschen interessiert: Reich sein.

 

Bist du wirklich in der Lage, ein konkretes Bild zu schaffen, in dem du reich bist? Oder ist es ein diffuses Bild, das nicht wirklich etwas mit dir zu tun hat. Wie sieht das Reich-SEIN denn konkret für dich aus? Was machst du, wenn du reich geworden bist morgens, mittags, abends? Welche Reichtümer hast du genau? Ein Haus? Bestimmte Kleidung? Ein neues Auto? Welches? Wie fährt es sich? Kannst du dich damit fahren sehen? Musst du an einer roten Ampel halten? Schalten? Hörst du Musik? Wie fühlst du dich beim Fahren? Wo fährst du hin? Wo steigst du aus? Was willst du dort? Was machst du? An welchen konkreten Dingen merkst du, dass du reich bist? Was verschafft dir das Gefühl, reich zu sein? Welches Gefühl hast du beim Geld ausgeben? Bezahlst du gern? Mit welchem Gefühl gibst du das Geld, das dir „reich-lich“ zur Verfügung steht? Ist es ein Gefühl von: Ich habe genug?

 

Für jeden von uns werden diese Antworten wahrscheinlich ganz anders ausfallen, doch solange du keine Antworten auf diese Fragen hast, solange du den Gedanken und Glaubenssätzen deines jetzigen Lebens den Vorzug gibst und keine neuen Gedanken schaffst, solange wirst du in deinen jetzigen Umständen stecken bleiben. Bedenke also, dass es nicht wichtig ist, WIE das, was du dir unter Reichtum vorstellst, erreicht werden kann (darauf geht Charles Haanel noch ein), sondern schaffe dir Stück für Stück ein konkretes Bild von allem, mit dem du dich reich fühlst.


18. Harmonie ist die Voraussetzung für unsere geistige Leistungsfähigkeit. Wenn der Zustand der Harmonie gestört ist, so führt das zu Verwirrung.

19. „Durch unseren objektiven Verstand stehen wir mit der äußeren Welt in Verbindung. Das Gehirn ist das Organ dieses Verstandes und das Gehirn-Rückenmark-System der Nerven ermöglicht uns die bewusste Kommunikation mit jedem Teil des Körpers. Das Nervensystem reagiert auf jede Empfindung von Licht, Wärme, Geruch, Klang und Geschmack.“

20. Wenn unser Verstand richtig denkt, wenn er die Wahrheit versteht, wenn die Gedanken, die durch die Nerven an den physischen Körper gesendet werden, konstruktiv und positiv sind, dann werden die Sinneseindrücke, die wir von außen empfangen, als angenehm und harmonisch empfunden.

21. „Die Folge ist, dass wir Leistungsfähigkeit, Vitalität und alle schöpferischen Kräfte in unserem Körper aufbauen. Doch durch denselben objektiven Verstand wird auch jede Form von Leid, Krankheit, Mangel, Begrenzung und jede Form von Zwietracht und Disharmonie in unser Leben eingelassen. Von daher sind wir durch den objektiven Verstand, durch falsches Denken auch mit allen zerstörerischen Kräften verbunden.“

Und wie zerstörerisch das Denken sein kann, ist vor allem bei der Gesundheit gut zu sehen. Das Thema Gesundheit ist ein Thema, das mich persönlich sehr interessiert. Da ich selbst auch Heilerin bin, weiß ich, dass alle körperlichen Probleme (Krankheiten) nur eine Ausdrucksform der Gedanken sind. Die Mittel und Wege, wie man den Menschen helfen kann, sich auf ihre Gesundheit oder auf den Weg der Heilung zu konzentrieren, sind so vielseitig, dass es müßig wäre, sie hier alle aufzuführen. Doch alle Mittel und Möglichkeiten sind lediglich ein Hilfsmittel, um den Menschen wieder auf den Weg zu heilenden Gedanken zu verhelfen. Allein wenn ein Mensch in Richtung Gesundheit denkt, werden sich die für ihn die richtigen Wege auftun. Und je stärker sich die Gedankenkraft in Richtung Heilung oder Gesundheit bewegt, um so mehr kommt der Mensch „zu sich“ und lernt, sich vor krankmachenden Einflüssen (auch vor anderen Menschen) zu schützen, und um so schneller und ausdauernder wird er seinen Körper in den gewünschten gesunden Zustand zurückversetzen. Daher ist es auch ungemein wichtig, mit gesundheitlich instabilen Menschen nicht über statistische Wahrscheinlichkeiten oder über Leidenswege anderer zu reden. Allein die Konzentration auf das Positive, auf die Gesundheit und der Glaube an einen vollständige Heilung hilft diesen Menschen, ihre Krankheiten abzuschütteln und ihre Gedanken auf das Heilwerden zu fokussieren.


22. Unser Unterbewusstsein stellt die direkte Beziehung zu unserer inneren Welt dar. „Das Organ unseres Unterbewusstseins ist der Solarplexus. Das sympathische Nervensystem lenkt alle subjektiven Sinneseindrücke, wie Freude, Angst, Liebe, Gefühl, Atmung, Vorstellungskraft sowie alle anderen unterbewussten Phänomene. Durch das Unterbewusstsein sind wir mit dem Universellen Bewusstsein verbunden und stehen in Kontakt mit den unendlichen schöpferischen Kräften des Universums.

23. Die Koordination dieser beiden Zentren unseres Wesens und das Verständnis ihrer Funktionen, ist das große Geheimnis des Lebens. Mit diesem Wissen können wir bewusst den objektiven und den subjektiven Verstand in Einklang bringen und das Endliche mit dem Unendlichen verbinden.“ Wir selbst haben die vollständige Kontrolle über unsere Zukunft. Sie ist ausschließlich von uns selbst und nicht von der Gnade einer launenhaften, ungewissen äußeren Macht abhängig.

Dass unsere Zukunft und somit unser Leben vollständig unserer eignen Kontrolle unterliegt, war für mich eine Aussage, die in meinem Modell von Welt noch auf Widerstand stieß. Vielleicht ist ja der folgende Glaubenssatz auch in deinem Weltbild tief verankert: Ich bin nicht schuld an den äußeren Umständen. Oder eine dieser Varianten: Ich kann nichts dafür, das kann man nicht ändern. Diesen Glaubenssätzen können wir uns zunächst nur mit unserem Verstand nähern, denn sie entsprechen unserem Glauben, und nicht der Wirklichkeit. Egal welche Begebenheit du betrachtest, wenn du ganz genau hinschaust, wirst du erkennen, warum dies in deinem Leben von Belang ist. Ich schaffe mir mit meinen Gedanken meine äußeren Umstände, das ist wirklich so. Ich bin mit meinem Mann viele Beispiele durchgegangen und wir konnten durch aufmerksame Überlegungen immer den eigenen Anteil entdecken.

 

Nehmen wir ein Beispiel, dass viele von uns gut kennen. Manfred (alle Manfreds mögen mir verzeihen) fährt mit dem Auto und hat es eilig. Er stellt sich vor, dass er schnell fahren muss, weil er pünktlich sein will. Er weiß aber aus Erfahrung, dass das in der Stadt nicht immer möglich ist. Innerhalb seiner Vorstellung gibt es also kein konkretes Bild, dass er sicher und ruhig zur passenden Zeit am gewünschten Ort aus seinem Auto steigt. Manfreds Gedanken sind darauf gerichtet, unterwegs zu sein. Und diesen Gefallen tut ihm sein Unterbewusstsein. Es sucht sich genau die Spur aus, auf der Manfred hinter einem langsamen Auto herfahren muss, es scheint die Autofahrer zu kennen, die bei Grün nicht zügig losfahren und es bestellt zudem noch einen LKW, der gleich zwei Spuren benutzt. Und vielleicht kommt Manfred nach seiner abenteuerlichen Fahrt sogar unpünktlich - und er wird denken: Ich bin nicht schuld. Dieses Denken kann uns jedoch nicht aus diesem Kreislauf befreien und wir müssen begreifen, dass wir selbst, unser eigenes Denken die Situationen schafft, die wir uns vorher vorgestellt haben.



24. Es gibt nur „ein Prinzip bzw. ein Bewusstsein, das das gesamte Universum durchdringt, den ganzen Raum einnimmt, und im wesentlichen an jedem Punkt seiner Präsenz gleich ist. Es ist allmächtig, allwissend und immer präsent. Alle Gedanken und die Dinge sind in IHM, in diesem Bewusstsein enthalten. Es ist allumfassend.“

25. Es gibt nur ein Bewusstsein im Universum, das die Fähigkeit zu denken besitzt. „Und wenn es denkt, so werden seine Gedanken zu tatsächlichen Dingen. Da dieses Bewusstsein allgegenwärtig ist, muss es in jedem Individuum vorhanden sein. Das heißt, jeder einzelne muss eine Manifestation dieses Allmächtigen, Allwissenden und Allgegenwärtigen Bewusstseins sein.

26. Doch wenn es nur ein Bewusstsein im Universum gibt, das in der Lage ist zu denken, folgt zwangsläufig, dass dein Bewusstsein identisch ist mit dem Universellen Bewusstsein, oder - mit anderen Worten - jeder Verstand, jeder Geist ist Teil des einen Verstandes, des einen Geistes: Alles Bewusstsein ist ein Bewusstsein. Diese Schlussfolgerung ist unausweichlich.

27. Das Bewusstsein in deinen Gehirnzellen ist das gleiche Bewusstsein, das in den Gehirnzellen von jedem anderen Individuum vorhanden ist. Jedes einzelne Individuum ist die Individualisierung des Universums, des kosmischen Bewusstseins.“

Das heißt also: DU bist ein Teil davon, Dein Geist ist Teil des Universellen Bewusstseins. Wir alle sind eine große Familie, Teil einer größeren Einheit. Wir alle bestehen das große Abenteuer LEBEN - du und ich und alle Menschen um uns herum. Und dass unser Bewusstsein auf geheimnisvolle Weise miteinander verbunden ist, wirst du vielleicht schon festgestellt haben. Du unterhältst dich beispielsweise mit einem Menschen über ein Thema, das ihr beide mögt, so kommt es immer wieder vor, dass der andere genau das ausspricht, was du gerade denkst. Oder du sagst etwas und der andere versichert, dass er genau das gerade sagen wollte.


28. „Der universale Geist ist statische (ruhende) oder potenzielle (mögliche) Energie. Er IST einfach. Er kann sich einzig und allein durch ein Individuum manifestieren. Und das Individuum kann sich nur durch das Universelle Bewusstsein manifestieren. Sie sind eins.

29. Die Fähigkeit des Individuums zu denken, ist seine Fähigkeit, auf das Kosmische Bewusstsein einzuwirken und es in die Wirklichkeit zu bringen. Menschliches Bewusstsein besteht einzig und allein in der Fähigkeit zu denken. Das Bewusstsein selbst wird als subtile Form von ruhender Energie angesehen, aus der die Gedanken entstehen. Gedanken sind demnach die aktive Energie des Bewusstseins. Bewusstsein ist statische Energie, Gedanken sind dynamische Energie - die beiden Phasen ein und derselben Sache. Denken ist also die schwingende Kraft, die durch die Umwandlung von statischem zu dynamischem Bewusstsein entsteht.“

30. „So wie die Summe aller Eigenschaften im Universellen Bewusstsein enthalten ist: allmächtig, allwissend und allgegenwärtig - so müssen diese Eigenschaften in ihrer ruhenden Form zu jedem beliebigen Zeitpunkt in jedem einzelnen vorhanden sein. Wenn der Einzelne also denkt, dann ist dieser Gedanke von Natur aus gezwungen, sich in eine konkrete Form zu begeben, deren Zustand ihrem Ursprungsort entspricht.

31. Daher ist jeder Gedanke eine Ursache und jeder äußere Zustand eine Auswirkung. Darum ist es absolut wichtig, dass du deine Gedanken kontrollierst, um ab jetzt nur noch wünschenswerte Situationen zu bewirken.“

Probier es doch einfach mal aus. Wenn du wie Manfred Auto fährst, so stell dir doch einfach vor, wie du an deinem Zielort ruhig und entspannt aus dem Auto steigst, ein Lächeln auf den Lippen, mit so guter Laune, dass du glatt ein kleines Liedchen pfeifen könntest. Und wenn das Auto vor dir langsamer fährt, so vertraue darauf, dass dein Schutzengel darin fährt, der dich vor einer bösen Situation bewahren will, denn vielleicht fährt gerade Manfred II an der nächsten Kreuzung bei Rot über die Ampel… Bleib bei jeder kitzligen Situation einfach bei deinem Bild, dass du ruhig und gelassen aus deinem Auto aussteigst.


Wenn wir es genau nehmen, können wir uns auch in Bezug auf die Gesundheit für jede nur erdenkliche Form entscheiden. Nehmen wir ein Beispiel, das jeder kennt. Der Herbst hält Einzug, die Tage werden kälter und wir fangen uns eine Erkältung ein. Die Erkältung selbst ist ein Zustand des Körpers - und nun beginnen wir damit, an dem Zustand etwas zu ändern: Wir trinken Tee, nehmen Nasentropfen oder Lutschtabletten und wenn es uns ganz schlecht geht, legen wir uns ins Bett und kurieren die Erkältung aus.


Wie wäre es, wenn wir uns dafür entscheiden, ab jetzt die Herbstzeit gesund zu verbringen? Wenn unsere Gedanken die Ursache für jeden erdenklichen Zustand bilden, also auch für den unserer Gesundheit, dann ist es uns grundsätzlich auch möglich, unsere jahrelang trainierten Glaubenssätze in Bezug auf Erkältungen zu ändern.


Doch bei mir hat das bisher noch nicht hundertprozentig funktioniert. Ich habe es zwar schon geschafft, alle Symptome einer Erkältung so weit zu mildern, dass sie mich nicht mehr „umhauen“ und dazu zwingen, im Bett zu bleiben, dennoch habe ich es noch nicht geschafft, Erkältungen aus meinem Leben zu eliminieren. „Nobody is perfect.“ - ist vermutlich einer meiner Glaubenssätze, die mich davon abhalten, mich diesem Thema mit der notwendigen Sorgfältigkeit zu widmen.



32. „Alle Macht kommt von innen und unterliegt absolut nur deiner Kontrolle. Du bekommst sie durch das exakte Wissen und durch das freiwillige Praktizieren der Übungen für die Anwendung der exakten Prinzipien.

33. Wenn du ein umfassendes Verständnis dieses Gesetzes erwirbst und wenn du in der Lage bist, deine Denkprozesse zu steuern, so kannst du dies auf jede Situation anwenden. In anderen Worten: Du wirst eine bewusste Verbindung mit dem Allmächtigen Gesetz herstellen, das die fundamentale Basis für alle Dinge ist.“

Die Übungen werden jeweils am Ende der Kapitel beschrieben. Sie sind der zweite wesentliche Bestandteil dieses Werkes von Charles Haanel, das aus dem Wissen über die wichtigsten Naturgesetze und der praktischen Anwendung besteht, um diese Naturgesetze anwenden zu können. Einerseits ist es also wichtig, das Wissen in unser Leben zu integrieren und die Aussagen in ihrer Tiefe zu verstehen, so dass sie unser geistiges Eigentum werden. Andererseits muss dieses Wissen durch die praktische Anwendung in unser Leben Einzug halten. Die Übungen, die Charles Haanel dazu vorschlägt, sind so einfach wie sie mächtig sind. Sie bauen aufeinander auf und bilden insgesamt ein System, mit dessen Hilfe wir Zugang zu unseren in uns liegenden Kräften erhalten.



34. „Das Universelle Bewusstsein ist das Lebensprinzip jedes existierenden Atoms. Jedes Atom ist ständig darum bemüht, noch mehr Leben zu manifestieren. Alle Atome sind intelligent, und alle sind bestrebt, die Bestimmung zu erfüllen, für die sie geschaffen wurden.“

Dass die kleinsten Bausteine der Materie unserem Willen gehorchen, hat man in der Quantenphysik  nachgewiesen. Auch dass unser gesamter Körper mit aberwitzig kleinen Sende- und Empfangsstationen - unserer DNS - ausgestattet ist, wurde bereits herausgefunden. Vieles von dem, was zu Charles Haanels Zeit noch nicht bekannt war, jedoch von ihm hier geschrieben wurde, wurde in den vergangenen Jahren bzw. Jahrzehnten wissenschaftlich entdeckt (auch wenn nicht alles in dem allgemeinen Mainstream Eingang findet). Wer sich darin belesen will, findet mittlerweile (auch auf Deutsch) sehr viele Informationen im Internet. Es lohnt sich auch, in der Esoterik-Ecke großer Bibliotheken oder Buchläden zu stöbern, da viele neueren Zusammenfassungen wissenschaftlicher Forschung (z.B. Neurobiologie, Gehirn- und Gedächtnisforschung, Psychologie usw.) unter der Rubrik Grenzwissenschaften abgelegt werden.



35. Ein Großteil der Menschheit nimmt nur die äußere Welt wahr, nur wenige haben bisher Zugang zu ihrer inneren Welt gefunden, und „dennoch ist es die innere Welt, die die äußere Welt erschafft.  Demnach ist die innere Welt schöpferisch - und all das, was du um dich herum findest,  wurde von dir selbst in dieser inneren Welt erschaffen.“

Wir alle kennen Menschen, die diesen Zugang zu ihrer inneren Welt erlangt haben. Auch wenn wir sie nicht unbedingt persönlich kennen, wie zum Beispiel den Dalai Lama, so können sie uns dennoch ein Vorbild sein, denn durch sie wissen wir, dass es möglich ist, den Zugang zu unserer Innenwelt zu erlangen.



36. Dieses Wissen lässt dich die Macht erkennen. Und sie wird dein sein, wenn du die Verbindung zwischen der äußeren Welt und der Welt in dir verstehst. „Die Welt in dir ist die Ursache, die Welt um dich herum ist das Ergebnis. Um das Ergebnis zu ändern, musst du die Ursache ändern.“

37. Dies ist eine radikal neues und andersartiges Konzept, die Welt zu sehen. „Die meisten Menschen versuchen, Zustände zu verändern, indem sie sich mit dem Zustand beschäftigen. Sie sind nicht fähig zu sehen, dass sie einen Missstand gegen einen anderen eintauschen. Um diesen Konflikt zu lösen, müssen wir die Ursache entfernen, und diese Ursache kann nur in uns selbst, in der inneren Welt, gefunden werden.“

Betrachten wir diese Aussagen noch einmal in Bezug zur Gesundheit. Je mehr wir uns mit einer Krankheit beschäftigen, umso weniger Raum lassen wir den Gedanken an Gesundheit und Wohlergehen. Wer je als gesunder Mensch jemanden in einem Krankenhaus besucht hat, kann sich wohl an die spezielle Atmosphäre dieser Einrichtung erinnern. Ich persönlich mag Krankenhäuser nicht. Ich weiß, dass sie wichtig und notwendig sind und ich staune über die Möglichkeiten moderner Medizin. Zudem bin ich dankbar, zu einer Zeit und an einem Ort auf der Welt zu leben, die diese Einrichtungen für alle Menschen zur Verfügung stellt. Dennoch weiß ich, dass jeder körperliche Missstand nur das äußere Anzeichen eines inneren Ungleichgewichts ist. Um uns also äußerlich von diesem Missstand zu befreien, müssen wir uns auch gedanklich von diesem Missstand befreien. Und genau das würde mir im Umfeld eines Krankenhauses schwer fallen. Es ist so, als würde ich mein Bett in einer Konditorei aufschlagen, mit der Absicht, mich dadurch von der Angewohnheit befreien zu wollen, ständig an Kuchen zu denken. Ich glaube, dies würde den wenigsten gelingen.



38. „Alles Wachstum kommt von innen. Dies ist in der ganzen Natur offensichtlich. Jede Pflanze, jedes Tier, jeder Mensch ist ein lebendiges Zeugnis dieses großen Gesetzes. Und der Irrtum der heutigen Zeit liegt in der Suche nach Stärke oder Macht, die von außen kommt.“

39. Die Welt in uns ist die Universale Quelle der Versorgung, und die äußere Welt ist lediglich ein Ventil, eine Mündung für den Strom, der aus dieser Quelle fließt. Unsere Fähigkeit zu empfangen hängt davon ab, ob wir diese Universal-Quelle in uns wahrnehmen. Jedes einzelne Individuum ist nur ein Ventil, ein Auslass dieses Quells der Unendlichen Energie. Jeder von uns, jedes Individuum ist damit untrennbar verbunden.

40. Der geistige Prozess der Erkenntnis beruht auf dem Zusammenwirken des einzelnen mit dem Universellen Bewusstsein. Geistige Aktion und Reaktion beruht auf dem Gesetz von Ursache und Wirkung, dem Gesetz der Kausalität, denn das Universelle Bewusstsein ist die Intelligenz, die den ganzen Raum durchdringt und alles Lebende beseelt. Doch das Prinzip der Kausalität ist nicht im Einzelnen enthalten, sondern im Universellen Bewusstsein. Es ist keine objektive Fähigkeit, sondern ein subjektiver Prozess. Die Ergebnisse dieses Prozesses können wir in der unendlichen Vielzahl an Möglichkeiten der Umstände und Erfahrungen sehen.

Das Gesetz von Ursache und Wirkung haben wir bereits als winzige Menschen tausendfach ausprobiert. Wir tippen einen Ball an und lernen, dass er sich in Bewegung setzt und von uns wegrollt. Wir werfen ein Spielzeug vom Tisch und der große Mensch neben uns bückt sich, um es aufzuheben. Dass dieses Gesetz jedoch auch im Hinblick auf unsere Gedanken funktioniert, hat uns in der Regel niemand beigebracht. Wir lernen nur, dass unser Tun eine bestimmte Wirkung hat und schließen daraus, dass das Tun die Ursache ist. Doch wir übersehen, dass jedes Tun vorher als Idee in unserem Kopf war. Bewusstes Tun setzt also bewusste Gedanken voraus, die über bestimmte Erkenntnisse entstanden sind. Und dass wir über unser Bewusstsein mit dem Bewusstsein anderer verbunden sind, ist von vielen Wissenschaftlern bereits nachgewiesen worden.

 

41. „Um dem Leben Ausdruck zu verleihen, muss das Bewusstsein vorhanden sein. Nichts kann ohne Bewusstsein existieren. Alles, was existiert, ist eine Manifestation dieser Substanz, aus der und durch die alle Dinge erschaffen wurden und ständig neu erschaffen werden.

 

42. Wir leben in einem unfassbaren Meer einer formbaren Bewusstseins-Substanz. Diese Substanz war und ist immer lebendig und immer aktiv. Sie ist in höchstem Maße empfindlich. Sie nimmt Gestalt an gemäß der mentalen Nachfrage. Gedanken schaffen die Form oder die Matrix, durch welche die Substanz sich ausdrückt.“



Das schafft in mir ein Bild einer geleeartigen Masse, die von unendlich vielen Lichtfunken durchflogen wird, die sich schwirrend wie winzige Glühwürmchen bewegen. Und jeder Impuls, jeder Gedanke schafft eine Bewegung in dieser geleeartigen Masse, der sich in den Raum einer anderen Dimension stülpt (in diesem Falle der unsrigen), nur dass wir zumeist die Perspektive nicht einnehmen können, um aus dem Raum dieser geleeartigen, lichtfunkensprühenden Masse auf uns blicken zu können. Jeder kennt diesen Zustand aus der Traumwelt, dass er nicht von der einen (Traumwelt) in die andere Dimension (Wachwelt) blicken kann, auch hier wechseln wir in eine andere Dimension und wieder zurück, ohne uns in beiden gleichzeitig bewegen zu können. Es gibt jedoch keine klar definierte oder klar wahrnehmbare Grenze, die wir überschreiten, um von der einen in die andere Welt zu wechseln. Doch wir können zwischen diesen beiden Dimensionen sehr wohl unterscheiden.


43. Denk daran, dass du allein durch die Anwendung des Wissens ein praktisches Verständnis dieses Gesetzes erhalten kannst. So kannst du Fülle gegen Armut, Weisheit gegen Unwissenheit, Harmonie gegen Zwietracht und Freiheit gegen Tyrannei eintauschen. Von einem materiellen als auch sozialen Standpunkt aus kann es keine größere Wohltat geben als diese.

Wie hier angekündigt folgt nun die Anweisung für die Anwendung. Die erste Übung klingt leicht und wird für dich, wenn du bereits Erfahrungen mit Meditationen gemacht hast, einfach sein. Wenn du über keine Erfahrungen verfügst, so bildet dieser erste Schritt meist dennoch keine große Hürde.


44. Jetzt mach die Anwendung: Wähle einen Raum, in dem du allein und ungestört bist, setz dich aufrecht und bequem, aber nicht zu lässig hin. Lass deinen Gedanken freien Lauf, sei aber für fünfzehn Minuten bis zu einer halben Stunde absolut still. Mach diese Übung für eine Woche, mindestens jedoch für drei oder vier Tage, bis du die volle Kontrolle über deinen Körper erreichst.

45. Viele werden dies extrem schwierig finden, andere werden dies mit Leichtigkeit meistern, aber diese Aufgabe ist absolut notwendig, um die vollständige Kontrolle über deinen Körper zu sichern, bevor du für den nächsten Schritt bereit bist. Nächste Woche erhältst du die Anleitung für die nächste Übung, für den nächsten Schritt, in der Zwischenzeit musst du diesen gemeistert haben.